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AMB 310119
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Erfolgreicher Auftakt des ersten Teils der Vortragsreihe 10 Maulbronner Köpfe

Am 17.01.2019 eröffnete der GHV Maulbronn den ersten Teil der Vortragsreihe zu den
zehn Maulbronner Köpfen. Es war der Künstler Hatto Zeidler selbst, der in einem abwechslungsreichen und sehr verständlichen Erklärungston den Herstellungsprozess der Köpfe erläuterte. So nahm er die rund fünfzig interessierten Zuhörer mit auf eine Zeitreise von der Idee bis hin zur fertigen Skulptur. Längst waren es nicht nur die vielen technischen Einzelschritte, die den bildhauerlichen Teil durchmaßen. Nein, auch die Suche nach einem geeigneten Standort für die berühmten Söhne der hiesigen Klosterschule war ein Teil des Vortrages.

Spannendes, lustiges, Arbeitssames und viel viel Detailarbeit lagen hier
eng beieinander. Doch trotz widriger Wetterumstände beim Abmodellieren, lobt das Werk am Ende seinen Schöpfer. Nun stehen sie in ihrem alten Schulort nicht weit weg von ihrer ehemaligen Schüler- oder Lehrerstube, und tragen in ihren Gesichtern die Spuren ihrer Lebensläufe, die auch ein kleines Stück in Maulbronn stattgefunden haben.
 

10 Koepfe 01

Hatto Zeidler beim Vortrag

 

10  Maulbronner Köpfe

Portraits berühmter Maulbronner Seminaristen in der Zeit von 1570 bis 1950
auf dem Schafhof Maulbronn.

 

Unsere GHV Wiki Gruppe hat im Stadtwiki Pforzheim-Enz Informationen rund um die 10 berühmten Maulbronner Seminaristen von 1570 bis 1950 gesammelt.

Maulbronner Köpfe

 

Bilder Karussell (Miniaturbilder)

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Mit Kepler zu den Planeten und zum Hexenwahn
2. Vortragsabend im Rahmen der Reihe - 10 Maulbronner Köpfe

Am Donnerstag, 07.02.2019 war es soweit. Das Museum auf dem Schafhof wurde wieder zum Ort des Studium generale. Diesmal war die Abendstunde mit

 „Johannes Kepler und die Hexen – Unbekanntes aus dem Leben und Werk des Mystikers, Astrologen und Astonomen“ überschrieben.
 

Kepler 01

Referent Prof. Dr. Thomas Haalboom mit Hauptperson

Kein Geringerer als der ehemalige Maulbronner Stadtrat Prof. Dr. Thomas Haalboom, promovierter Physiker, entfaltete auf vielfältige Weise Leben und Zeit dieses Genies, der für einige Jahre in Maulbronn die Klosterschulbank gedrückt hat. Der Referent spannte den Bogen von der Zeit in Weil der Stadt, über eine von Krankheiten geplagte Kindheit, über die Schulzeit und die Studienjahre in Tübingen bis hin zu seinen Tätigkeiten als kaiserlicher Astronom an den Höfen Mitteleuropas. Dabei blieb auch das Thema Hexenwahn nicht aus. So war es doch Katharina Kepler, die man 1615 der Hexerei bezichtigte und in dessen Folge sie durch die Hilfe ihres Sohnes Johannes 1621 in Güglingen beim Peinlichen Gericht nur knapp dem Scheiterhaufen entging. Doch selten gingen diese Prozesse so glimpflich aus. Über 25.000 Frauen und Männer fanden damals, der Hexerei beschuldigt, in den Folterkammern oder auf dem Scheiterhaufen einen bitteren Tod.

Johannes Kepler ist ein Paradebeispiel dafür wie sich spätmittelalterliche Vorstellungen und wissenschaftliche Neuzeit überschnitten haben. Mit einer anschaulichen Präsentation zeigte Dr. Thomas Haalboom die Wende vom geozentrischen hin zum heliozentrischen Weltbild
auf. Im Selbstversuch durften die Zuhörer die mathematischen Erkenntnisse der ellipsenförmigen Umlaufbahnen der Planeten im wahrsten Sinne des Wortes „nachzeichnen“. Der Wissenschaftler erklärte anschießend die Bedeutung dieser keplerschen Erkenntnisse und ihre Bedeutung für die damalige und heutige Astonomie. Mit Keplers Forschungen zu den fünf Platonischen Körpern und ihre Entsprechungen in den Mineralien kam nochmals eine ganz andere Seite des Hofmathematikers zum Vorschein. Doch die Zeit war längst überschritten, was den 75 Besucherinnen und Besuchern, bestuhlt mit den allerletzten noch greifbaren musealen Sitzgelegenheiten, kaum auffiel. Noch viel länger hätte man den Ausführungen des Keplerexperten folgen können. Doch wie lautet eine alter Grundsatz: Wenn es am spannendsten wird, soll man aufhören.

 

 

Kepler 02
Kepler 03

Gespannte Zuhörerschaft

Das Thema Kepler  bewegt die Köpfe


Danke lieber Thomas Haalboom. Es war ein ganz besonderer Abend. Du hast uns einen auf der Welt überall bekannten ehemaligen Maulbronner Mitbürger wunderbar vorgestellt-
out of the box (pek).
 

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Mit Ferdinand von Hochstetter nach Neuseeland
und an den Ural

3. Vortragsabend im Rahmen der Reihe – 10 Maulbronner Köpfe
 

Am Donnerstag, 28.02.2019 wechselte die Vortragsreihe zu den 10 Maulbronner Köpfen an den Ort, den Ferdinand von Hochstetter – damals nur Ferdinand Hochstetter – am meisten mit Maulbronn verbindet, nämlich an das Evangelische Seminar im Kloster Maulbronn.

Dort begrüßte der Hausherr selbst, Herr Ephorus Gerhard Keitel, die zahlreiche Zuhörerschaft. Mit einer Gesteinsprobe vom Ätna wurde das Hauptforschungsgebiet des ehemaligen Seminarschülers anschaulich aufgezeigt.

Dass dies nicht die Theologie war, was eigentlich als Bestimmtheit der Eleven mit auf den Weg gegeben wurde, erfuhr man im neu gestalteten Musiksaal, der an diesem Abend den Vortragsraum bot. Der Referent Dr. Reto Krüger nahm die Zuhörerschaft mit auf eine interessante Lebensreise, auf der traumgleich immer wieder Spuren seiner Maulbronner Schulbildung auftauchten.
 

Eph. G. Keitel zu Hochstetter

Eph. G. Keitel - Vortrag Ferdinand von Hochstetter

Reto Krüger zu Hochstetter

Reto Krüger - Vortrag  Ferdinand von Hochstetter

Quasi als ehemaliger Mitschüler von Ferdinand von Hochstetter drehte Reto Krüger das Zeitenrad zurück  ins Jahr 1843, als der junge Hochstetter in die ehemalige Klosterschule eintrat. Seine Vorfahren waren in Württemberg längst keine Unbekannten.Viele von ihnen taten Dienst in hohen württembergischen Ämtern, nicht wenige übten den Beruf des Pfarrers aus. Auch für den aus Esslingen kommenden Hochstetter sollte dieser Weg vorausbestimmt sein. Allerdings fühlte sich sein Vater, der Esslinger Stadtpfarrer Christian Ferdinand Hochstetter, neben seinen seelsorgerlichen Aufgabe auch stark zur Botanik mit all ihren naturwissenschaftlichen Fragen hingezogen, eine Passion, die auch das Leben des Sohnes entscheidend mitbestimmen sollte.

Im evangelisch theologischen Seminar zu Maulbronn galt es aber zunächst ganz anderen Disziplinen zu huldigen.  Hier war es neben der Religion und dem Klassischen Altertum v.a. auch die Musik, die schon damals mit vier Stunden Gesang und einigen Stunden Instrumentalunterricht den Wochenplan diktierte. Erst vier Jahre später beim Theologie-Studium am Tübinger Stift öffneten sich Hochstetter die Tore zur Geologie und zu den Mineralien, fortan seine Welt.

Erste geologische Studienreisen in den Böhmerwald und ins Fichtelgebirge folgten. Bald findet sich Hochstetter an der Wiener Universität wieder, wo er Vorlesungen über Gesteinskunde hält.

1857 begleitete Hochstetter als geologischer Gelehrter die Fregatte „Novara“ zu einer Weltumseglung vom damals habsburgischen Triest aus. Erst 1860 sollte er wieder nach Wien zurückkehren.

Weitere Reisen in die heutige Türkei und ins eurasische Perm folgten. Oft waren geologische Untersuchungen, als Vorbereitung für den Eisenbahnbau, der Grund dieser Exkursionen. Spuren seiner archaisch anmutenden Bildung tauchen in Briefen hier und da auf und sind Beleg seiner fundierten Antikenkenntnisse aus seiner maulbronner Schulzeit. Doch die darwinistischen Erkenntnisse spielen nun auch in seinen Forschungen eine immer größere Rolle. Parallel dazu darf er den österreichischen Kronprinzen Rudolf zu einem erfolgreichen Examen führen und erhält dafür vom österreichischen Kaiser den erblichen Adelstitel verliehen. Die Einweihung seines Naturhistorischen Hofmuseums in Wien, auf das er viele Jahre hingearbeitet hat, durfte er nicht mehr erleben. Er starb im Jahr 1884.


Das Publikum dankte durch kräftigen Applaus dem kurzweiligen Vortrag von Dr. Reto Krüger, der uns in die Welt dieses hoch geachteten Maulbronner Schülers und späteren Wissenschaftlers eintauchen ließ (pek).

 

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Vortrag von Stadtarchivar Martin Ehlers

Biografische Spurensuche anlässlich des Geburtstags
von Friedrich Hölderlin am 20.03.2019 in der
Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich

4. Vortragsabend im Rahmen der Reihe – 10 Maulbronner Köpfe
 

Hölderlin Martin Ehlers

Welch Geistesgrößen hier im Tal der Salzach die Schulbank drückten, wurde bereits in den vorhergehenden Vorträgen klar. Über Friedrich Hölderlin und dessen überragende Bedeutung für die deutsche Lyrik braucht nicht viel geschrieben zu werden. Auch ihn hat die Klosterluft zunächst von Denkendorf und dann von 1786 bis 1788 in Maulbronn wesentlich auf dem Weg zur künstle-
rischen Reife begleitet. Vor allem die biogra- fischen Spuren des in Lauffen am Neckar geborenen und in Tübingen gestorbenen Literaten blitzten im sehr gut ausgeführten

   Hölderlin Referat von Stadtarchivar Martin Ehlers

Referat von Stadtarchivar Martin Ehlers immer wieder auf und brachten dem Zuhörer, immerhin über 40 an der Zahl, ein Stück Maulbronner Klosterschule näher. Der Vortrag gefiel den Anwesenden.

Er beschließt den ersten Teil der Vortragsreihe zu den Zehn Maulbronner Köpfen. Der GHV plant eine Fortsetzung fürs Jahr 2020 in dem Jahr, in dem sich Hölderlins Geburtstag zum 250 Mal jährt.

 

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Kinder Ferienprogramm 2019